Fixed Wing Flying Testbed
P-3C - Der Erprobungsträger für Weiterentwicklungen der Luftwaffe
Die P-3C (zivil als L-285D bezeichnet) ist aufgrund ihrer Größe, Leistungsfähigkeit und den vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten ideal geeignet als Erprobungsträger für die Weiterentwicklung der Missions- und Kampfflugzeuge der Bundeswehr.

Radarentwicklung und Radartests

Die P-3C besitzt ein besonders großes Frontradom, in dem sich Radare verschiedener Größen erproben lassen. Das Radom kann nach oben geöffnet werden und bietet sehr gute Zugangsmöglichkeiten zu den Testeinbauten.

Nutzungsmöglichkeiten:

  • Radar Tests: Air-to-Air-Radare, Maritime Surveillance-Radare, SAR-Mapping
  • EO/IR-Sensor-Tests
  • Erprobung IRTS (Infrared Search & Tracking System)

Lastenschlösser an den Tragflächen

Insgesamt verfügt die P-3C über zehn Flügelstationen mit standardisierten Lastenschlössern. Davon befinden sich jeweils drei außerhalb der äußeren Triebwerke und jeweils zwei zwischen den inneren Triebwerken und dem Rumpf. Damit verfügt das Flugzeug je nach Lastenschloss über eine Tragfähigkeit von 170 kg bis 1.100 kg. Dies ermöglicht eine Zuladung von mehr als 5 t an den Außenstationen.

Nutzungsmöglichkeiten:

  • Erprobung von Aufklärungsbehältern
  • Self Protection Pods
  • Towed Decoys (aktiv + passiv)
  • Wirkmittel
  • Remote Carrier Testing (MUM-T)

Antenneninstallationen

Die Luftfahrzeuge verfügen über eine Vielzahl von Antenneninstallationen. Je nach Bedarf ist ausreichend Fläche und Einbauraum für Flugerprobungen verfügbar. Antennen können flexibel platziert werden.

Nutzungsmöglichkeiten:

  • Side Facing AESA Antennen
  • Tests von Antennenfeldern für Azimuthvermessungen
  • Validierung von Array Konzepten

Tail Cone Section

In der hinteren Rumpfsektion sind Installationen für ein weiteres Radar (Abstrahlung nach hinten) und einen Magnet-Anomalie-Detektor (MAD) vorhanden. Der „Stachel“ und die Radarsektion bestehen aus Faserverbundmaterialien und bieten ausreichendend Platz für Testeinbauten.

Nutzungsmöglichkeiten:

  • Erprobung von Towed Decoys
  • Erprobung von Sensoren
  • Erprobung von Radar, Jamming-Antennen, ESM-Antennen

Waffenschacht

Die P-3C besitzt im vorderen Rumpfbereich einen Waffenschacht für U-Jagd-Wirkmittel. Er lässt sich im gesamten Flugregime öffnen und schließen und hat elektrische Anschlüsse sowie Vorrichtungen für Lastenschlösser. Der Schacht ist universell einsetzbar. In die beiden Türpaneele können sehr gut zugänglich Antennen angebracht werden. Es besteht die Möglichkeit, über die gesamte Fläche des Schachts einen Ausrüstungsträger zu installieren.

Nutzungsmöglichkeiten:

  • Flugtests oder Abwurf von Erprobungsobjekten
  • Großer Ausrüstungsträger über die gesamte Fläche des Waffenschachts
  • Antennenerprobung an Schachttüren

ESM- und DIRCM-Anlage

Die P-3C verfügt über eine 360°-ESM-Anlage, verteilt über mehrere Antennenbereiche sowie über Chaff und Flare-Dispenser-Stationen.

Nutzungsmöglichkeiten:

  • Test von Radarwarnempfängern
  • Validierung von Electronic Locater Systems (ELS)
  • Validierung von Defensive Aids Systems
  • Test von Chaff + Flare
  • Erprobung autonomer Selbstschutzsysteme
  • Laser Warning Systems
  • Active Laser Effectors

Support und Services

  • Das Flying Testbed wird als Betreiberlösung über die ESG angeboten
  • Ein- und Ausrüstung des Flying Testbeds wird über den luftfahrttechnischen Entwicklungsbetrieb realisiert
  • Je nach Bedarf können verschiedene Projekte in die Plattform integriert werden
Bei Fragen helfen wir Ihnen gerne weiter.
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